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| DFB von A-Z
Von Lira Alushi, Celia ŠAŠIC oder Nadine
Angerer über ­Birgit Prinz, Silke Rottenberg,
Steffi Jones und Doris Fitschen bis zu ­Bettina
Wiegmann, Maren Meinert oder Heidi Mohr – nur
ein paar Namen einer lan­gen Reihe von prominenten
Fuß­ballerinnen, die in den Bundesliga-­Klubs ausgebildet
worden sind.
Bereits 1974 war das Endspiel um die Deutsche Meis-
terschaft zwischen TuS Wörrstadt und DJK Eintracht
Erle ein Meilenstein in der Geschichte des deutschen
Frauenfußballs. Nicht nur, weil damit der erste offizielle
Titel ausgespielt wurde. Vielmehr war es ein erstes Indiz
für die rasante Entwicklung des Sports, die er durch die
Förderung des Deutschen Fußball-Bundes erfahren
sollte. Schließlich hatte der Verband diese Aufgabe erst
1970
in seine Satzung aufgenommen.
Und so muten die Erinnerungen an das erste Finale
um die Deutsche Meisterschaft der Frauen trotz der
gerade einmal knapp 40 Jahre jungen Historie des Wett-
bewerbs wie Erinnerungen an eine ferne Zeit an. Wurde
der Titel bei der Premiere noch in Turnier-Form ausge­
spielt, gelten heute andere Regeln. Denn die Anforderun-
gen sind gestiegen. Mit den Leistungen haben sich die
Strukturen im deutschen Frauenfußball verbessert. So
muss, wer heute Deutscher Meister werden will, größere
Konstanz beweisen. Denn der Titel wird im Liga-Betrieb
ausgespielt. Von 1991 an zunächst in der zweigleisigen
Bundesliga und seit der Saison 1997/1998 in der eingleisi-
gen höchsten Spielklasse.
Insgesamt hat sich der Spielbetrieb gerade in jüngs­
ter Vergangenheit zu einem immer feiner verästelten
System entwickelt. Gerade im Spitzenbereich konnte mit
der Einführung der zweigleisigen 2. Bundesliga in der
Saison 2004/2005 ein wichtiger Unterbau geschaffen
werden. Dass darunter mit Regional- und Oberligen
weitere Klassen existieren, ist eine Erklärung dafür,
warum die Strukturen auch international hohe Anerken-
nung erfahren. Durch die Einführung der B-Juniorinnen-­
Bundesliga zur Saison 2012/2013 ist zudem ga­ran­­tiert,
dass sich auch die Talente im regelmäßigen Spielbetrieb
auf hohem Niveau weiterentwickeln können.
Deutsche Klubs sind ein Synonym für Erfolg. Im
UEFA-Cup und im Nachfolgewettbewerb Champions
League wird der deutsche Frauenfußball bestens durch
Vorzeige-Klubs wie den 1. FFC Frankfurt, den 1. FFC Tur-
bine Potsdam, mittlerweile auch den VfL Wolfsburg
repräsentiert. Wolfsburg schaffte in der Saison 2012/
2013
sogar das aus dem Gewinn der Champions League,
der Deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals beste-
hende Triple. Nicht nur in diesen Spitzenklubs ge­hören
zahl­reiche Spielerinnen ausländischer Verbände, wie
etwa aus Japan, den USA, Schweden und Frankreich,
zum Kader, was die Attraktivität der Liga unterstreicht.
Umgekehrt wecken vornehmlich die deutschen National­
spielerinnen Begehrlichkeiten bei ausländischen Klubs.
Gerade in Top-Ligen wie in Schweden und Frankreich.
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Frauen-Bundesliga
Die Bundesliga ist ein Imageträger des deut­­schen
Frauenfussballs. Die Eliteklasse ­hat sich als
Marke etabliert, mit Gesichtern und Geschichten,
die im Gedächtnis bleiben.
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