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| DFB von A-Z
Das Premieren-Programm hätte zugegeben
sicherlich spannender sein können. Die Premiere der
neuen Technik war es umso mehr. Im März 1929 wurde
die erste Fernsehsendung in Deutschland ausgestrahlt.
Zu sehen waren zwei Mädchen im Badeanzug — und dies
auch nur für ein kleines, ausgewähltes Publikum in
einem Postamt in Berlin-Tempelhof. Übertragen wurde
das Signal aus Berlin-Witzleben — also nur wenige Kilo-
meter vom Empfänger entfernt.
Annähernd 80 Jahre später, im Februar 2008, war
die Aufregung einer Pioniertat wieder zu spüren —
zumindest in der Internetredaktion des Deutschen Fuß-
ball-Bundes. Da wurde das verbandseigene Online-
Videoportal DFB-TV aus der Taufe gehoben. Zur Pre-
miere gab’s diesmal sogar 22 junge Frauen, allerdings
nicht im Badeanzug, sondern im Fußball-Trikot. Mit der
Live-Übertragung des Spitzenspiels der Frauen-Bundes-
liga zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FCR 2001
Duisburg startete das verbandseigene TV-Programm.
Deutlich spannender als die Premiere 1929. Und zu
sehen war die erste Sendung des DFB-Videoportals via
Internet in aller Welt und für alle.
DFB-TV ist mittlerweile den Kinderschuhen entwach-
sen. Im Sommer 2008 bestand das Videoportal seine
erste Prüfung — mit Erfolg und etwa 2.500 Zuschauern.
Im Sommer 2012 verfolgten Zehntausende Fußball-Fans
die Pressekonferenzen der deutschen Mannschaft bei
der EURO in Polen und der Ukraine live via DFB-TV. Und
insgesamt wurden mehr als fünf Millionen Videoabrufe
in den vier Turnier-Wochen registriert.
Im Programm des DFB-Videoportals stehen die Bei-
träge rund um die Nationalmannschaft im Mittelpunkt.
Einer dieser Quotenhits ist das Nationalmannschafts-Ma-
gazin „ImTeam“. Rund um die Länderspiele berichtet
„
ImTeam“ aus dem Quartier der Nationalmannschaft,
gewährt so einzigartige Einblicke. Die User können mit
Lukas Podolski im Eisbad zittern, Philipp Lahm an der
Tischtennis-Platte sehen, ein Torwarttraining mit
Andreas Köpke verfolgen – oder mit der gesamten
Mannschaft in die Londoner „Tube“ – die U-Bahn – stei-
gen.
Für „ImTeam“ greifen auch schon einmal die Stars
wie Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski selbst
zur Kamera. Die DFB-TV-User sind Stammgäste im
Mannschaftshotel der Nationalmannschaft. Immer dicht
an den Spielern dran und stets exklusiv.
Im Durchschnitt werden aktuell mehr als
1,5
Millionen Videos pro Monat abgerufen — Tendenz
steigend. Neben der Nationalmannschaft sind beson-
ders die Beiträge aus der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga,
der A-Junioren-Bundesliga und dem DFB-Pokal gefragt.
An jedem Spieltag der Frauen-Bundesliga bietet DFB-TV
ein Topspiel live an. Die Live-Produktionen sind die
Eckpfeiler der DFB-Videoplattform. Ebenso wie die
Highlight-Berichte der DFB-Spielklassen und des
DFB-Pokals der Herren. Die größten Pokalsensationen,
die attraktivsten Spiele — auf DFB-TV werden sie dem
Fan noch einmal angeboten.
Das Videoportal des DFB bildet den Fußball in sei-
nem gesamten Spektrum ab — ein bunter Bilderbogen.
Auf DFB-TV finden sich die Ü 40-Fußballer, die sozialen
Engagements, die Deutsche Meisterschaft der Behin-
dertenwerkstätten, die Blindenfußball-Bundesliga und
viele historische Schmankerl wieder.
a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
DFB-TV
Im Februar 2008 startete beim Deutschen Fuss-
ball-Bund das verbandseigene Online-Videopor-
tal DFB-TV. Zur Premiere wurde das Topspiel der
Frauen-Bundesliga zwischen dem 1. FFC Frankfurt
und dem FCR 2001 Duisburg live übertragen. Heute
erreicht DFB-TV pro Monat bis zu 4,5 Millionen
Videoabrufe.