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Fast eine Dekade später klingt es amüsant, wenn
Bierhoff über die Zweifel und Zweifler seiner Anfänge
berichtet, nicht viele Akteure der Fußball-Familie konnten
mit dem Posten von Bierhoff etwas anfangen. Längst ist
die Position des Managers der Nationalmannschaft eta-
bliert, seit 2007 gehört Bierhoff dem DFB-Präsidium an.
Der Manager der Nationalmannschaft ist Bindeglied
zwischen Verband, Vereinen, Sportlicher Leitung, Team
und Team hinter dem Team. Zu den zentralen Aufgaben
des Managers der Nationalmannschaft gehört, die Rah-
menbedingungen dafür zu schaffen, dass sich das Trai-
nerteam um Bundestrainer Joachim Löw ausschließlich
auf die sportlichen Belange konzentrieren kann. Bierhoff
steuert und verantwortet damit einen sensiblen Bereich
außerhalb des Spielfeldes, immer wieder gibt der
Manager zudem Denkanstöße für Weichenstellungen.
Für die DFB-Sponsoren ist Bierhoff erster Ansprech-
partner rund um das Nationalteam, er knüpft und pflegt
Kontakte und hat es zur festen Aufgabe des National-
mannschafts-Managers gemacht, die Marke National-
mannschaft zu stärken und zu positionieren. „Es geht
um den Charakter eines Teams. Um die Werte, die es
verkörpert“, sagt er. Ganz wesentlich ist Bierhoff des-
halb auch das Auftreten des Teams abseits des Platzes.
So hat sich das Image der Nationalmannschaft vom
sportlichen Erfolg ein Stück weit emanzipiert, auch
wenn Tore und Titel natürlich über allem stehen.
Seine Arbeit stimmt der Manager der Nationalmann-
schaft mit dem Büro Nationalmannschaft ab. Wie der
Posten des Nationalmannschafts-Managers wurde das
Büro Nationalmannschaft im Jahr 2004 beim DFB ein-
gerichtet, sein Leiter ist seitdem Georg Behlau. Im Büro
a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
Nationalmannschafts-
Manager
Jürgen Klinsmann wurde 2004 Bundestrainer,
Andreas Köpke neuer Torwarttrainer, Jogi Löw
wurde neuer Assistenztrainer. Oliver Bierhoff
übernahm eine bislang unbekannte Rolle. Er
wurde der erste Manager der Nationalmann-
schaft.