Torhütertraining

GRUNDINFORMATIONEN 5 DFB-INFO-ABEND • APRIL 2004 Um Methoden und Inhalte eines effektiven TorhüterTrainings festlegen zu können, muss zunächst erfasst werden, welche Anforderungen die Nummer 1 in einem Spiel erfüllen muss. Die Spielleistung eines Torhüters setzt sich dabei wie bei einem Feldspieler aus vier Teilbereichen zusammen: •Technik •Taktik •Kondition •Psyche Zwischen diesen Bereichen existieren viele Wechselwirkungen, die in einem spielgemäßen Torhütertraining berücksichtigt werden müssen. Bei einzelnen Torhütern dominieren bestimmte Eigenschaften aus diesem Spektrum: Geschicklichkeit und Risikofreude bei den einen, Zuverlässigkeit, Abgeklärtheit und Nervenstärke bei den anderen. Der eine glänzt durch Übersicht, kluges Stellungsspiel und pure Zweckmäßigkeit seiner Aktionen, der andere spielt vorrangig intuitiv und zeichnet sich durch hervorragende Reflexe aus. Top-Torhüter müssen alle diese Eigenschaften im Großen und Ganzen in sich vereinen. Schwächen in einzelnen Bereichen lassen sich im Spitzenfußball selbst durch überragende Qualitäten auf anderen Gebieten nicht ausgleichen. Der echte Spitzentorhüter muss ein Alleskönner sein! Hier die wichtigsten methodischen Grundsätze eines Torhüter-Trainings, unabhängig von der jeweiligen Spiel- und Altersklasse: • Die Torhüterschulung darf im Training nicht zu kurz kommen! •Das Torhüter-Training stets an den Spielanforderungen ausrichten! • Das Erlernen und Verbessern der Torhüter-Techniken ist vorrangig! •Auf eine spielgemäße Belastungsdosierung achten! TECHNIK TAKTIK KONDITION PSYCHE • Fangen flacher und hoher Bälle • Fausten hoher Bälle • Abspringen, Hechten und Landen • Abwerfen, Abschlagen und Weiterleiten des Balls mit dem Fuß (Spielaufbau) • Beweglichkeit/Gewandtheit • Schnelligkeit (Aktions- und Reaktionsschnelligkeit) • Grundlagenausdauer • Sprungkraft • Körperliche Fitness • Stellungsspiel bei Torschüssen aus unterschiedlichen Positionen und Distanzen • Stellungsspiel bei Flanken und Pässen vor das Tor • Stellungsspiel bei Standardsituationen • Agieren im direkten Duell mit einem Angreifer • „ Dirigieren” der Hintermannschaft • Sich selbst als „ersten Angreifer” verstehen • Motivation und positive Einstellung • Einsatzbereitschaft • Konzentrationsvermögen • Mut/Risikobereitschaft • Durchsetzungsvermögen • Selbstsicherheit An schwierigen Techniken lässt sich einfacher und effizienter beim Einzeltraining feilen!

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