Trainingsphilosophie Deutschland | Entwicklung individueller Qualität

63 SPIELTAG TRAININGSPHILOSOPHIE DEUTSCHLAND Foto: Getty Images/Reinaldo Coddou H. Alle spielen die ganze Zeit – kein Kind bleibt zuhause! Um jedem Kind Entwicklungschancen zu bieten, müssen wir „Nominierungssituationen” verhindern: Situationen, in denen sich die Trainerinnen und Trainer für ein Kind entscheiden müssen – und damit gegen ein anderes. Das Motto muss lauten: Kein Kind bleibt zuhause! Wir möchten das Bewusstsein schaffen, stets mit höchstens einem Rotationsspieler pro Feld zu spielen. Sobald ein weiteres 2 gegen 2 möglich ist, soll ein zusätzliches Feld aufgebaut werden. Dabei können wir auch immer mit unterschiedlichen Feldern agieren: Bei den E-Junioren z. B. einmal im 5 gegen 5 inklusive Torhüter und zweimal im 3 gegen 3! Es ergibt keinen Sinn, Spielformate zu verkleinern und dann Kinder nicht für den Kader zu nominieren oder bei einem 3 gegen 3 mit drei Rotationsspielern zu spielen. Wir sollten den Anspruch haben, dass jedes Kind bei einer Spielzeit von 6-mal 7 Minuten auch die vollen 42 Minuten spielt – bei einem Rotationsspieler höchstens einige Minuten weniger. Hoher Spielrhythmus In kleinen Spielformen geht der Ball häufig ins Aus, weshalb wir an jedem Feld ein Balldepot mit mindestens drei Bällen bereitlegen. Die Erwachsenen bzw. Eltern sorgen als Spielfeldbegleiter für eine schnelle Spielfortsetzung, indem sie anstelle der Kinder die Bälle im Aus zurückholen. So entstehen nur noch wenige Unterbrechungen, die Kinder können sich voll und ganz auf ihr Spiel konzentrieren und die für die Entwicklung so wichtige hohe Nettospielzeit wird nicht durch Ballholen unnötig verkürzt. Über diesen QR-Code gelangen Sie zum Video „Unsere Vision für Spielformate“ mit Hannes Wolf, Lena Lotzen, Sandro Wagner und Hanno Balitsch.

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