DFB-Jugendstrategie | "Kicken mit Spielfreude, wachsen im Team!"

8 Bedürfnissen der Zielgruppe im Auge zu halten. Denn über allem geistert der Begriff des „Dropouts“: Jugendliche kehren dem Fußball dem Rücken – und setzen so eine Abwärtsspirale in Gang, die mit der Abmeldung ganzer Mannschaften endet und damit die Organisation eines attraktiven Spielbetriebs zukünftig immer schwieriger macht. Vielmehr sollen das Vereinsleben und die Vereinskultur nachhaltig gestärkt werden. Es sind die Jugendlichen selbst, die bei der Entwicklung von Angeboten einbezogen werden, um die Bedürfnisse der Zielgruppe bestmöglich zu fokussieren. Nur so ist es möglich, die Grundlage für eine breite Basis junger Fußballer*innen und ehrenamtlich Engagierter in den Fußballvereinen zu sichern. Die zu diesem Zweck in Auftrag gegebene Jugendstudie unter 14- bis 21-Jährigen spricht diesbezüglich eine eindeutige Sprache: Junge Menschen haben wenig Freizeit und viele Optionen, was zu Unsicherheit führt. Aus diesem Grund bevorzugen sie einige Angebote, die relativ unverbindlich sind und für die sie sich nicht großartig binden müssen. Trotzdem treiben 44 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Monat Sport im Verein. Auch wenn die grundsätzliche Bereitschaft vorhanden ist, so stellt sich die Frage, inwieweit dies mit den klassischen Spielbetriebsangeboten im Fußball vereinbar sein kann. Immerhin ist und bleibt Fußball die beliebteste Sportart unter den 14- bis 21-Jährigen. Doch ob dies am Ende für eine Vereinsmitgliedschaft reicht? Zum Zeitpunkt der Studie Ende 2024 war nur etwa ein Viertel der Fußballerfahrenen in Vereinen organisiert. Als Hauptgründe wurden auch hier Zeitmangel und die geforderte Verbindlichkeit genannt. Wider dem „Dropout“! Wer im Vereinsleben integriert ist, schätzt den Sport und die Gemeinschaft. Doch im Alter von etwa 18 bis 19 Jahren bei Jungen sowie noch etwas früher im Alter von 16 bis 17 Jahren bei den Mädchen machen sich einige Gedanken, den Verein zu verlassen. Hier gilt es, die Gründe für den Dropout gezielt zu beleuchten und geeignete Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln. Auch Rückgewinnungsaktionen sind durchaus vielversprechend, denn auch unter den 18- bis 21-Jährigen gibt es einige Fußballspieler*innen, die jedoch noch keine Vereinsmitglieder sind. Sie schätzen die Flexibilität und die Gemeinschaft und sind mit solchen Angeboten sicher zu begeistern. Wofür steht der Jugendfußball in Deutschland? Auch beim Jugendfußballkongress im März 2025 am DFBCampus in Frankfurt haben sich die Teilnehmer*innen damit auseinandergesetzt, wofür der Jugendfußball in Deutschland stehen und was er jungen Menschen bieten sollte. Dabei ist eine übergreifende Identität entstanden, die gemeinsame Leitplanken absteckt (siehe Abbildung rechts). Das Motto ist: „Kicken mit Spielfreude, wachsen im Team!“ Spielfreude Freundschaft Kraft Leistung Wettbewerb Emotionen Intensität Kreativität Leidenschaft Teamgeist Ausbildung Mentale Stärke Körperliches Wohlbefinden Trainer*in Werte Förderer Fair-Play Fitness Ehrgeiz Schiri Alle finden ihren Platz Altersgerecht Talentförderung Wiederholung Generationsübergreifend Egal wo man herkommt Freude Selbstbewusstsein Kameradschaft Unbeschwertheit ENTWICKLUNG ENGAGEMENT GEMEINSCHAFT GESUNDHEIT BEGEISTERUNG SPASS JUGENDFUSSBALL BEDEUTET FÜR MICH …

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