Was ist die Tainingsphilosophie Deutschland? Die Fußballbegeisterung ist ungebrochen, der Kinder- und Jugendfußball verzeichnet Anmelderekorde, und die Stadien in den deutschen Profiligen sind immer voll! Trotzdem gibt es zwei problematische Entwicklungen, die uns dazu bewogen haben, dem deutschen Nachwuchsfußball deutliche Impulse zur Verbesserung zu geben: Die Einsatzzeiten deutscher U21Spieler in den Profiligen sind zu gering und der „Dropout“ an der Basis ist zu hoch. Mit der Trainingsphilosophie Deutschland möchten wir das Kinder- und Jugendtraining in Deutschland nachhaltig verbessern. Dafür rücken wir die Spieler*innen und ihre ganzheitliche Ausbildung in den Mittelpunkt des Trainings. Freude, Intensität und Wiederholung sind für uns die Schlüssel zur Entwicklung individueller Qualität. Diese erleben die Kinder und Jugendlichen am besten in kleinen Spielformen auf Tore. 1-gegen-1- bis 4-gegen-4-Varianten auf mehreren Feldern garantieren eine hohe Nettospielzeit und viele Ballaktionen für jede*n Spieler*in auf jeder Position. Unser Ziel ist, dass jedes Kind mindestens zweimal pro Woche nach der Struktur der „besten Trainingseinheit“ trainiert: • Aktivierung (15 Minuten): Dribbeln und Fintieren mit kleinem Spieler*innen-Ball-Verhältnis und wenig Standzeiten. • Spielblock 1 (30 Minuten): Kleine Spielformen auf mehreren Feldern auf Tore. • Zwischenblock (15 Minuten): Technische/athletische Inhalte mit festen Prinzipien (v. a. viele Wiederholungen, wenig Standzeiten usw.). • Spielblock 2 (30 Minuten): Kleine Spielformen auf mehreren Feldern auf Tore. Die Tainingsphilosophie und der Spieltag Wir wünschen uns, dass alle Kinder durch den Fußball Freude, Intensität und Wiederholung konstant und hochdosiert erleben dürfen. Das darf sich nicht auf das Training beschränken: Auch der Wettkampf stellt einen zentralen Entwicklungsort für die Spieler*innen dar. Für den Spieltag gehen wir Hand in Hand mit dem „neuen“ Kinderfußball. Die Feldgrößen und die Anzahl der Spieler*innen in einem Feld sollten mit den Kindern wachsen: • G-Jugend: 3 gegen 3 auf Minitore als größtmögliches Spielformat • F-Jugend: 4 gegen 4 (inklusive Torhüter*in) als größtmögliches Spielformat • E-Jugend: 5 gegen 5 (inklusive Torhüter*in) als größtmögliches Spielformat. Viele Fußballaktionen, die Einbeziehung aller Kinder in das Spiel, viele Tore und hohe Nettospielzeiten pro Kind sind für uns essenzielle Themen. Einige wesentliche Prinzipien stellen wir hier noch einmal heraus. „Alle Kinder sollen mindestens 75 Prozent Spielzeit erhalten und keines soll zu Hause bleiben müssen. Deswegen braucht es am Spieltag mehrere Felder und wenig Rotationsspieler*innen.“ HANNES WOLF Um allen Kindern gerecht zu werden, müssen wir ihnen die selbe Aufmerksamkeit in der Betreuung der Felder und der Wertigkeit des Ergebnisses schenken. HANNO BALITSCH 12
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